Kontoführungsgebühren

Durch die Presse geht es schon seit geraumer Zeit. Immer mehr Banken erheben wieder Kontoführungsgebühren. Den Kunden erzürnt das. Doch dabei wird eines gerne vergessen. Vor vielen Jahren war die Kontoführungsgebühr ganz normal. Für jede einzelne Transaktion musste teilweise viel Geld bezahlt werden. Erst in den letzten Jahren entwickelte sich das vollkommen kostenlose Konto. Kostenlos war es aber nie. Immerhin kostet die Kontoverwaltung viel Geld. Aber um mit der Konkurrenz mitzuhalten, stellte fast jede Bank um. Den Kunden hat es gefreut. Heute wird aber gerne vergessen, dass es auch andere Zeiten gab. Ganz so willkürlich werden heute übrigens nicht einfach so die Gebühren für die Kontoführung erhoben.

Warum Banken wieder umdenken

Ein Italiener hält ganz Europa mit seiner Niedrigzinspolitik in Atem. Was für die Südländer willkommen ist, um die eigen Schuldenmisere handzuhaben, ist vor alle für die Westeuropäer zu einer Belastung geworden. Gemeint ist Mario Draghi, der mit der EZB seit langer Zeit den Niedrigzins bestimmt. Zulasten von Sparern und Anlegern und nun auch allen Kontoinhabern. Denn die Niedrigzinspolitik hat seinen Preis. Mittlerweile ist es so, das die Banken, legen diese Geld bei der EZB (bei Tagesüberschüssen) an, Strafzinsen bezahlen müssen. Das Kuriose geht mittlerweile sogar schon so weit, das einige Kreditanbieter mit Krediten verlocken, bei denen es sogar Minuszinsen gibt. Statt die Kreditsumme von zum Beispiel 1000 Euro mit Zinsen zurückzuzahlen, muss am Ende nur ein Betrag von 980 Euro bezahlt werden. Stattdessen muss für Guthaben mit Strafen gerechnet werden. Die Banken belastet das derzeit besonders. Eine Folge ist, dass nun wieder nach und nach Kontoführungsgebühren eingeführt werden.

Konto einfach wechseln

Das Konto zu wechseln kann eine Alternative sein. Seit Ende 2017 geht das sogar einfacher. So kann der Kunde verlangen, das die neue und die alte Bank automatisch den Wechsel vollziehen. Alle alten Buchungsvorgänge und Dauerzahlungen werden in das neue Konto eingefügt. Der Bankkunde muss sich dabei um nichts kümmern. Sinnvoll kann also hier ein Vergleich sein, dieser verläuft ähnlich wie bei einem Kreditvergleich.

Doch lohnt generell ein Wechsel des Girokontos. Diese Frage lässt sich so einfach nicht beantworten. Auch Banken, die derzeit keine Kontoführungsgebühren verlangen, werden zwangsläufig nachziehen müssen. Das kostenlose Girokonto wird es künftig nur noch mit Auflagen geben können. Es kommt also darauf an, wie hoch die Ersparnisse bei einem Kontowechsel tatsächlich sind. Ein Girokonto Vergleich sollte also vorab durchgeführt werden, um die Sachlage entsprechend zu beurteilen. Erst danach sollte ein Wechsel in Ruhe überlegt werden. Das trifft im Übrigen auch für Anlagekonten wie Tagesgeld und Festgeld zu.